Tragetücher Jersey

Jersey-Tragetücher werden gestrickt, dadurch sind sie elastischer als ein gewobenes Tragetuch. Durch ihre Elastizität sind sie vor allem für die ersten Lebensmonate geeignet. Wenn das Kind schwerer wird, geben sie nach und stützen nicht mehr so gut. Ein Jersey-Tragetuch lässt sich auch weniger gut festziehen als ein gewobenes.

Da sich ein elastisches Tuch sehr gut vorbinden lässt, wird es von Anfängern oft als einfacher empfunden, als ein gewobenes Tragetuch. Für optimalen Halt sollte aber auch ein Jersey-Tragetuch immer mit dem Kind gebunden werden (s. Film unten).

Elastische Tragetücher können trotzdem in bestimmten Situationen eine grosse Hilfe sein.

Geeignet für:

  • Eltern, die sich nicht mit einem gewobenen Tuch anfreunden können
  • Situationen, in denen das Kind sehr oft ins Tuch gesetzt und wieder herausgenommen wird (z.B. auf Reisen)
  • druckempfindliche Kinder (z.B. KISS-Syndrom, Spastiker)
  • Kinder, die sich nur ungern "einpacken" lassen, z.B. nach einer Nabelschnurumwicklung
  • Kinder mit Schienen oder Sonden, wenn kein anderes Tragetuch passt oder dieses drückt
  • druckempfindliche Tragende

Für wen nicht?

Ungeeignet sind gestrickte Tragetücher für:
  • Frühchen
  • Kinder mit herabgesetztem Muskeltonus (z.B. Down-Syndrom)

Was macht ein gutes Jersey-Tragetuch aus?

  • stabile Kanten, wenn möglich gesäumt
  • festes Gestrick (Wirkware) oder Beimischung von Hanf

Wie wird ein Jersey-Tuch gebunden?

Wegen ihrer Elastizität müssen Jersey-Tücher immer in einer dreilagigen Bindeweise gebunden werden. Andere Bindeweisen stützen das Baby zu wenig gut!

Bitte binden Sie ein Jersey-Tragetuch wenn möglich mit dem Baby, so wie hier gezeigt:


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